Montag, 1. Juni 2026

La Dolce Vita – 15 Tage durch die Toskana

Der Duft von Freiheit, ein vollgepackter Camper und die Vorfreude auf Italien – unsere 15-tägige Rundreise durch die Toskana konnte beginnen. Früh morgens starteten wir Richtung Süden. Schon die Fahrt durch die Alpen war ein Erlebnis für sich, doch das erste große Highlight wartete bereits am San-Bernardino-Pass. Nach vielen Kilometern erreichten wir am Nachmittag den Pass. Direkt an einem kleinen Bergsee fanden wir einen traumhaften Platz für die Nacht. Mutterseelenallein standen wir dort mit unserem Camper – umgeben von Bergen, absoluter Ruhe und einem See, auf dem noch mehrere Eisplatten trieben. Die letzten Sonnenstrahlen spiegelten sich auf dem Eis, während die Temperaturen langsam Richtung Null gingen. Genau diese Momente machen das Reisen mit dem Camper so besonders: völlige Freiheit und Natur pur.





Am nächsten Morgen wurden wir von kristallklarer Bergluft und einer unglaublichen Aussicht geweckt. Nach einem gemütlichen Frühstück mit Blick auf den See ging es weiter Richtung Italien.



Unser Ziel für die nächsten Tage war der wunderschöne Agriturismo-Campingplatz La Valle in San Giuliano Terme – ein ruhiger Platz mitten im Grünen, umgeben von Olivenbäumen und sanften Hügeln. Schon bei der Ankunft spürten wir sofort dieses entspannte italienische Lebensgefühl.
Der Platz war der perfekte Ausgangspunkt für unsere Fahrradtouren nach Lucca und Pisa.
Am ersten Tag schwangen wir uns auf die Räder und machten uns auf den Weg nach Lucca. Die Strecke führte durch kleine italienische Dörfer, vorbei an Feldern, alten Gehöften und langen Zypressenalleen.
Lucca selbst hat uns sofort begeistert. Die historische Altstadt wirkt wie aus einer anderen Zeit. Besonders beeindruckend ist die vollständig erhaltene Stadtmauer, auf der man wunderbar mit dem Fahrrad die gesamte Altstadt umrunden kann. Von dort oben eröffnen sich immer wieder tolle Ausblicke auf Kirchenkuppeln, kleine Plätze und die roten Dächer der Stadt.
Anschließend ließen wir uns durch die verwinkelten Straßen treiben. Hinter jeder Ecke warteten kleine Cafés, liebevoll gestaltete Plätze und versteckte Innenhöfe. Überall lag dieser unverwechselbare italienische Charme in der Luft.
Am Abend ließen wir den Tag kulinarisch ausklingen. Auf der Piazza dell’ Mercato gönnten wir uns zuerst knusprige Bruschetta, danach frische Ravioli – natürlich begleitet von einem herrlich kalten Aperol. Während langsam die Abendsonne hinter den alten Mauern verschwand, genossen wir einfach den Moment und das italienische Lebensgefühl.










Am nächsten Tag stand die nächste Tour an: mit dem Fahrrad nach Pisa. Schon von Weitem entdeckten wir den berühmten schiefen Turm. Auch wenn man ihn schon auf unzähligen Fotos gesehen hat, wirkt er in Wirklichkeit noch beeindruckender.
Rund um die Piazza dei Miracoli herrschte reges Treiben. Überall entstanden die typischen Touristenfotos, doch Pisa hat deutlich mehr zu bieten als nur seinen schiefen Turm.
Wir spazierten entspannt durch die Altstadt, vorbei an kleinen Boutiquen, Cafés und historischen Gebäuden. Immer wieder stießen wir auf versteckte Plätze, auf denen das italienische Leben ganz gelassen vor sich hinlief.












Nach einem langen Tag auf dem Fahrrad kehrten wir müde, aber glücklich zurück nach San Giuliano Terme – mit vielen neuen Eindrücken und dem Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Diese ersten Tage unserer Rundreise zeigten bereits, warum die Toskana so viele Menschen begeistert: traumhafte Landschaften, geschichtsträchtige Städte, fantastisches Essen und dieses besondere Lebensgefühl zwischen Gelassenheit und Genuss.
Und das Beste: Das Abenteuer hatte gerade erst begonnen.
Also hieß es: weiterreisen durch das Herz der Toskana.



Am 12.05. ging es mit dem Camper weiter Richtung Süden. Unser nächstes Ziel war der Agricampingplatz Sambuco bei Uopini. 
Unterwegs legten wir einen Halt in der wunderschönen Stadt Volterra ein. Schon von Weitem beeindruckte die Stadt, die majestätisch auf einem Hügel thront. Die alten Mauern und die mittelalterliche Atmosphäre vermittelten sofort das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen.
Besonders begeistert hat uns ein kleiner Fußgängertunnel, der komplett mit bunten Graffiti-Kunstwerken gestaltet war – ein spannender Kontrast zur historischen Kulisse der Stadt. Überhaupt vereinte Volterra Geschichte, Kunst und italienischen Charme auf ganz besondere Weise.
Nach einem entspannten Bummel ging die Fahrt weiter durch die sanften Hügel der Toskana.



















Am Abend erreichten wir schließlich den Agricampingplatz Sambuco. Unser Stellplatz lag mitten in einem Olivenhain – idyllischer hätte es kaum sein können. Ringsherum nur Natur, Ruhe und ein fantastischer Blick über die toskanische Landschaft.




Während die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand, färbte sich der Himmel in warme Orangetöne. Mit einem Getränk vor dem Camper saßen wir einfach da und genossen diesen perfekten toskanischen Abend. Genau für solche Momente liebt man das Campingleben.
Am nächsten Tag stand eine Fahrradtour nach Siena auf dem Programm – eine Stadt, die uns sofort begeistert hat. Zugegeben: Man sollte dort gut zu Fuß sein, denn gefühlt geht es ständig bergauf oder bergab. Aber genau das macht den besonderen Reiz dieser historischen Stadt aus.
Die schmalen Straßen, die alten Backsteinbauten und die beeindruckenden Plätze verleihen Siena eine einzigartige Atmosphäre. Die Stadt wirkt gleichzeitig lebendig und unglaublich geschichtsträchtig.
Natürlich durfte auch ein Besuch der berühmten Piazza del Campo nicht fehlen. Dort einfach eine Weile zu sitzen und das italienische Leben zu beobachten, war eines dieser kleinen Reisehighlights. Dass man über die Piazza nicht mit dem Fahrrad fahren darf, habe ich übrigens auch gelernt – die örtliche Polizei fand das nämlich gar nicht so gut. Aber gut, man kann ja nicht alles wissen.













Am 14.05. ging unsere Reise weiter zum Agricamp La Bucca Vecchia. Schon bei der Ankunft wussten wir: Auch dieser Platz ist etwas Besonderes. Mit seinem freien Blick über die weite Landschaft lag er traumhaft schön mitten in der Natur.







Doch auch an diesem Tag machten wir unterwegs wieder Halt in zwei toskanischen Bilderbuchstädtchen.
Unser erster Stopp war Pienza. Die charmante kleine Stadt mit ihren Aussichtspunkten und gemütlichen Straßen hat uns sofort verzaubert. Überall duftete es nach italienischer Küche und frischen Spezialitäten. Beim Schlendern durch die Altstadt genossen wir ein fantastisches Eis.
Zum krönenden Abschluss fanden wir das kleine Restaurant La Buca di Enea, wo wir bei Rotwein und Wasser eine köstliche Brotzeit genossen. Manchmal sind es genau diese einfachen Momente, die eine Reise unvergesslich machen.














Danach ging es weiter nach Montepulciano. Auch dieses Städtchen wirkte wie aus einem Film: steile Wege, alte Natursteinhäuser und überall diese entspannte toskanische Stimmung.
Was wir dort genau gemacht haben? Ehrlich gesagt wissen wir das gar nicht mehr so genau – wahrscheinlich einfach das, was man in der Toskana am besten machen kann: treiben lassen, genießen und die besondere Atmosphäre aufsaugen.










Auf dem Weg durch das wunderschöne Val d’Orcia hatten wir stellenweise das Gefühl, mitten durch eine Filmkulisse zu fahren. Sanfte Hügel, endlose Zypressenalleen, saftig grüne Felder und kleine Dörfer auf den Bergkuppen – genau so stellt man sich die Toskana vor.
Natürlich machten wir Halt an einem der berühmten Drehorte des Films Gladiator. Sofort erkannte man die Landschaft aus den bekannten Szenen wieder. 
Ein weiteres Highlight war eine kleine Kapelle mitten in der Landschaft. Einsam gelegen zwischen den Hügeln des Val d’Orcia strahlte sie eine unglaubliche Ruhe aus. Keine Menschenmassen, kein Lärm – nur Natur, Wind und diese typisch toskanische Gelassenheit.
Gerade solche Orte bleiben oft am längsten in Erinnerung: Plätze, an denen man einfach kurz stehen bleibt, die Aussicht genießt und merkt, wie entschleunigend Reisen sein kann.





Am 16.05. führte uns unsere Reise weiter nach Castiglion Fiorentino zum Agricamp Il Saregeto – und dort erwartete uns einer der herzlichsten Aufenthalte der gesamten Reise. Doch wie so oft in der Toskana wurde bereits der Weg dorthin selbst zum Erlebnis.
Sandro und Daniela waren fantastische Gastgeber und sorgten vom ersten Moment an dafür, dass wir uns wie zu Hause fühlten. Schon am ersten Abend bereitete Daniela uns auf Vorbestellung ein wunderbares Drei-Gänge-Menü zu. Dieses genossen wir auf der privaten Terrasse der Familie mit traumhafter Aussicht über die umliegenden Hügel und kleinen Dörfer.
Während langsam die Sonne unterging und die Landschaft in warmes Licht tauchte, hätten wir uns keinen schöneren Ort für diesen Abend vorstellen können.






Am nächsten Tag wartete eine sportliche Herausforderung auf uns: Mit dem Fahrrad ging es nach Cortona. Schon nach kurzer Zeit merkten wir, dass diese Tour trotz e-Mountainbikes kein gemütlicher Ausflug werden würde – denn Cortona liegt hoch oben auf einem Berg.
Kurve um Kurve kämpften wir uns bergauf, doch jede Anstrengung wurde belohnt. Oben angekommen bot sich uns ein atemberaubender Blick über die toskanische Landschaft. Die Dächer, Hügel und weiten Täler wirkten fast wie gemalt.
Auch Cortona selbst ist wunderschön: Natursteinbauten, kleine Plätze und diese besondere Atmosphäre, die viele toskanische Orte ausstrahlen. Trotz der schweißtreibenden Anfahrt war sofort klar: Diese Tour hatte sich absolut gelohnt.


















Besonders in Erinnerung geblieben sind uns auch die Morgenstunden auf dem Agricamp. Jeden Morgen brachte Sandro uns frisches, noch warmes Brot direkt an den Camper – von Daniela selbst gebacken. Ehrlich gesagt fühlte sich das wie purer Luxus an.
Mit Blick über die Landschaft gemütlich vor dem Camper zu frühstücken, dazu frisches Brot und absolute Ruhe – viel besser kann ein Urlaubstag kaum beginnen.
Am zweiten Tag erkundeten wir die Gegend noch einmal in die andere Richtung und besuchten ein kleines italienisches Städtchen abseits der bekannten Touristenorte. Oft sind gerade diese kleineren Orte die schönsten: wenig Trubel, entspannte Atmosphäre und das echte italienische Leben.
Am 18.05. ging unsere Reise weiter zur bekannten Fattoria La Vialla in Castiglion Fibocchi.
Schon bei der Ankunft wurde schnell klar: Das ist längst kein kleiner Bauernhof mehr, sondern ein riesiges Unternehmen. Trotzdem spürt man dort überall die Leidenschaft für die toskanische Landwirtschaft und die regionalen Produkte.
Zwischen Weinbergen, Olivenhainen und weitläufigen Anlagen bekamen wir spannende Einblicke in die Welt typisch toskanischer Spezialitäten.
Neben einer klassischen italienischen Brotzeit hatten wir auch eine Führung über das Gelände reserviert. Dabei erfuhren wir viel über die Herstellung der eigenen Produkte und das Leben auf dem Gutshof. Überall duftete es nach Kräutern, Wein und italienischer Küche – ein Paradies für Genießer.
Natürlich blieb es nicht nur beim Schauen. Beim anschließenden Einkauf „blieben“ uns dann doch einige Nudelpakete, Olivenöl, Wein und Pesto an den Fingern kleben. Wie sollte man dort auch widerstehen?
Besonders praktisch: Camper dürfen dort kostenlos eine Nacht auf dem Stellplatz verbringen. So konnten wir den Abend ganz entspannt ausklingen lassen. Schnell entstanden nette Gespräche mit anderen Reisenden, man tauschte Tipps aus und genoss gemeinsam die besondere Atmosphäre dieses Ortes.













Nach vielen Tagen voller kleiner Dörfer, Weinberge und ruhiger Landschaften stand am 19.05. ein großer Kontrast auf dem Programm: Es ging nach Florenz – oder wie die Italiener sagen: Firenze.
Zum ersten Mal auf unserer Reise tauchten wir richtig ins Großstadtleben ein. Für die nächsten zwei Nächte hatten wir den Campingplatz hu Firenze Camping in Town gebucht – der perfekte Ausgangspunkt für unsere Erkundungstouren.
Schon auf der Fahrt merkte man schnell den Unterschied: mehr Verkehr, mehr Menschen, mehr Trubel. Nach den ruhigen Tagen inmitten der Natur fühlte sich Florenz fast wie eine andere Welt an – aber genau das machte diese Rundreise so abwechslungsreich.
Obwohl noch gar nicht richtig Hauptsaison war, war Florenz bereits voller Touristen. Trotzdem entfaltete die Stadt sofort ihren ganz besonderen Charme.
Am ersten Tag machten wir uns wieder mit den Fahrrädern auf den Weg ins Zentrum. Der Campingplatz lag ideal direkt am Arno, sodass wir entspannt entlang des Flusses in die Innenstadt radeln konnten.
Dort angekommen machten wir genau das, was man in Florenz am besten tun kann: einfach treiben lassen.
Wir spazierten vorbei an historischen Bauwerken, belebten Plätzen, Designerläden, kleinen Cafés und Menschen aus aller Welt. Hinter jeder Ecke wartete ein neues Fotomotiv.
Besonders schön war unser Treffen mit den Leuten, die wir am Tag zuvor in der Fattoria La Vialla kennengelernt hatten. Gemeinsam saßen wir bei einem Cappuccino direkt vor der beeindruckenden Kathedrale Santa Maria del Fiore und beobachteten das bunte Treiben auf dem Platz – bis plötzlich völlig unerwartet eine Freundin mit ihrem Mann hinter uns stand. Dass wir alle gleichzeitig in Florenz waren, wussten wir zwar, aber sich ohne Verabredung zufällig zu treffen, war wirklich verrückt.













Am zweiten Tag gingen wir alles etwas entspannter an. Da wir inzwischen eine grobe Orientierung hatten, konnten wir die Atmosphäre der Stadt noch intensiver genießen.
Wir spazierten erneut über die Ponte Vecchio, beobachteten das bunte Leben in den Straßen und ließen uns Zeit für die kleinen Details: Straßenmusiker, versteckte Innenhöfe, gemütliche Cafés und kunstvolle Verzierungen an den alten Gebäuden.
Ein Punkt stand allerdings ganz oben auf unserer To-do-Liste: Endlich wollten wir einmal einen Wein an einem der berühmten kleinen Weinfenster bestellen. Diese sogenannten „Buchette del Vino“ sind typisch für Florenz und haben unglaublich viel Charme.
Natürlich ließen wir uns dieses Erlebnis nicht entgehen. Mitten in Florenz ein Glas Wein direkt aus so einem kleinen Fenster entgegenzunehmen, passte einfach perfekt zu diesem italienischen Lebensgefühl. An den Weinfenstern trafen sich alle Nationen, wir unterhielten uns mit Australiern und baten Chinesen, uns zu fotografieren. 



























Am 21.05. hieß es dann langsam Abschied nehmen von der Toskana. Für die letzten drei Nächte unserer Reise fuhren wir weiter Richtung Norden zum wunderschönen Lago Maggiore.
Unser Ziel war der kleine Campingplatz Camping Lido Monvalle direkt am Ufer des Sees. Nach den vielen Eindrücken, Städten und Fahrradtouren standen die letzten Urlaubstage ganz im Zeichen von Entspannung.




Natürlich konnten wir trotzdem nicht ganz still sitzen. Ein bisschen Fahrradfahren musste sein. So radelten wir gemütlich nach Laveno-Mombello und am nächsten Tag nach Ispra – immer entlang des Wassers mit traumhaften Ausblicken auf den See und die umliegenden Berge.
Auf dem Weg nach Laveno besuchten wir das Kloster Santa Caterina del Sasso, das sich spektakulär an eine Felswand schmiegt.





In Laveno angekommen, war es erstmal Zeit für einen Cappuccino direkt am See. Später fuhren wir mit einer Zwei-Personen-Gondel fast bis zum Gipfel des Monte Sasso del Ferro. Von dort oben bot sich ein herrliches Panorama auf den Lago Maggiore, die Alpen und die lombardischen Seen.
















Den Rest der Zeit genossen wir einfach das Camperleben: am Wasser sitzen, die Seele baumeln lassen, gutes Essen genießen und die vielen Eindrücke der vergangenen zwei Wochen noch einmal Revue passieren lassen. Genau der perfekte Abschluss für unsere 15-tägige Rundreise durch Italien. Nun hieß es Arrivederci und ciao!
Auf der Rückreise entschieden wir uns schließlich noch spontan dafür, über den Gotthard-Pass statt durch den Tunnel zu fahren – eine fantastische Entscheidung. Erneut wurden wir mit grandiosen Ausblicken belohnt und entdeckten sogar Steinböcke unmittelbar neben der Fahrbahn.








Nach einer Strecke von fast 3.000km können wir getrost sagen: Toskana wir kommen wieder!!!




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